Ab wann wird man eigentlich geblitzt?
Letzte Aktualisierung am: 12. August 2025
Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Infos rund um die Rahmenbedingungen beim Blitzen

Insgesamt 369.242 Unfälle mit Personenschaden wurden dem Statistischen Bundesamt zufolge im Jahr 2016 auf Deutschlands Straßen verzeichnet. Bei 47.023 dieser Unfälle konnte die Ursache auf eine Überschreitung der erlaubten Maximalgeschwindigkeit zurückgeführt werden.
Trotz des höheren Unfallrisikos, das mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung einhergeht, fahren deutsche Autofahrer immer wieder zu schnell. Um dem Einhalt zu gebieten und für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen, bedient sich die Polizei verschiedener Messgeräte und Blitzer.
Aber ab wann wird man eigentlich geblitzt? Kommt es lediglich auf die gefahrenen km/h an oder auch auf die Entfernung zwischen Messgerät und Fahrzeug? Ab wann blitzt ein Blitzer an einer Ampel? Hier erfahren Sie es.
Kosten für Blitzer
Die Kosten für Blitzer sind je nach Vergehen unterschiedlich. Wenn Sie geblitzt wurden und Näheres über die einzelnen Blitzer-Strafen wissen wollen, wählen Sie bitte hier die passende Kategorie aus:
Inhaltsverzeichnis:
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FAQ: Ab wann wird geblitzt?
Nein, je nachdem welches Geräte verwendet wird, variiert die Entfernung ab der ein Blitzer misst bzw. eine Geschwindigkeitsüberschreitung festhält.
Das hängt davon ab, ob innerorts oder außerorts gemessen wird. Theoretisch kann bereits ab einem km/h zu viel gemessen werden. Mehr zu den Geschwindigkeiten finden Sie hier.
Üblicherweise löst das Überfahren von Kontakten den Blitzer an einer roten Ampel aus.
Ab wann lösen Blitzer aus? Die Entfernung ist entscheidend
Je nachdem, welches Gerät zur Messung der Geschwindigkeit eingesetzt wird, ändert sich in der Regel die Reichweite des Blitzers. Daher kann keine pauschale Aussage dazu getroffen werden, ab welcher Entfernung tatsächlich geblitzt wird.
Um Ihnen zumindest einen Überblick zu geben, haben wir einige bekannte Blitzermodelle sowie die dazugehörige Reichweite für Sie zusammengefasst, was Ihnen bei der Antwort auf die Frage: „Ab wann wird man geblitzt?“ helfen soll:
- Multanova MU VR 6FAFB: bis zu 15 Meter
- eso µP 80: bis zu 25 Meter
- eso ES 1.0: bis zu 18 Meter
- Traffipax speedophot: bis zu vier Fahrspuren
- LaserPatrol/TraffiPatrol: 30 bis 500 Meter
- Riegl FG21-P: 30 bis 1.000 Meter
- Multanova MU VR 6F: 3 bis 40 Meter
- Riegl LR90-235/P: 30 bis 500 Meter
Wenn Sie sich also fragen: „Ab welcher Entfernung blitzt ein Blitzer?“, müssen Sie zunächst einmal herausfinden, welches Messgerät eingesetzt wird.
Ab wie viel km/h zu schnell wird man geblitzt?

Es ist theoretisch möglich, auch dann schon von einem Blitzer abgelichtet zu werden, wenn Sie lediglich 1 km/h zu schnell unterwegs waren. Da jedoch bei einem Tempo unter 100 km/h stets 3 km/h Toleranz abgezogen werden müssen, lautet die Antwort auf die Frage: „Ab wann wird man frühestens geblitzt?“ in Bezug auf die gefahrene Geschwindigkeit: 4 km/h.
Trug sich der Verstoß innerhalb geschlossener Ortschaften zu, kommt normalerweise ein Verwarngeld in Höhe von 30 Euro auf Sie zu. Außerorts sieht der Bußgeldkatalog ein Verwarngeld von 20 Euro vor. Punkte in Flensburg gibt es keine.
Bis zu welcher Geschwindigkeit kann man geblitzt werden?
„Wer mit über 250 km/h unterwegs ist, wird nicht geblitzt“ – diese Aussage kursiert auch in der heutigen Zeit noch unter deutschen Autofahrern. Aber stimmt sie? Ab wann wird man nicht mehr geblitzt? Hier muss ebenfalls geklärt werden, mit welchem Messgerät die Geschwindigkeitskontrolle vorgenommen wird.
Denn: Wird eine Radaranlage eingesetzt, ist die Aussage wahr. Wird schneller als 250 km/h gefahren, ist sie nicht in der Lage, auszulösen. Das Gerät riegelt sozusagen ab dieser Geschwindigkeit ab. Auf Autobahnen kommen Radarmessgeräte daher nicht mehr zum Einsatz.
Wann blitzt ein „Ampelblitzer“?
Im deutschen Straßenverkehr kommen nicht nur Messgeräte und Blitzer zum Einsatz, die Geschwindigkeitsüberschreitungen aufdecken sollen. Auch Rotlichtverstöße können aufgezeichnet und anschließend geahndet werden. Doch ab wann blitzt der Blitzer an einer Ampel? Und was gibt ihm das Signal zum Auslösen?
In der Regel sind spezielle Kontaktschleifen vor sowie hinter der Haltelinie an einer Ampel unterhalb der Fahrbahn verlegt. Und ab wann wird man geblitzt? Sobald ein Fahrer mit seinem Auto diesen Bereich überfährt, während die Ampel rot ist, löst der Blitzer aus. Gleichzeitig ist das installierte Messgerät in der Lage, festzustellen, wie lange die Lichtanlage bereits auf Rot stand, als sie überfahren wurde. Dies wirkt sich wiederum auf die drohenden Sanktionen aus.
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Hallo,
kann der Blitzer (Säule) auch ausgelöst werden wenn man an einer roten Ampel steht, dann aber (nach ca. 2sec.stehen) losfährt weil man versehentlich auf eine Ampel zum abbiegen geschaut hat und diese grün angezeigt. Ich fuhr also über eine Rote Ampel nachdem ich angehalten hatte. Ich war beim Anfahren dev. nicht schnell (unter 40kmh)
Hallo Beate,
Ampelblitzer funktionieren in der Regel mit in der Erde eingelassenen Kontaktschleifen. Überfahren Sie diese, wird der Blitzer ausgelöst. Dies ist auch dem letzten Abschnitt des obenstehenden Textes zu entnehmen. Haben Sie also den entsprechenden Bereich befahren, kann der Blitzer ausgelöst haben.
Die Redaktion von bussgeldkatalog.org
hervorragende Leistung das korrekte, jedoch bei Unklarheiten fragestellende und damit unliebsame Kommentare gar nicht zur Veröffentlichung gebracht werden. Werde diese Seite hinsichtliche dessen und des fraglichen Nutzwertes unbedingt weiterempfehlen.
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Der Blauhäher ist eine Singvogelart aus der Familie der Rabenvögel. Dieser Schopfhäher ist im östlichen Nordamerika weitverbreitet und einer der farbenprächtigsten Vögel in dieser Region!!!
„Es ist theoretisch möglich, auch dann schon geblitzt zu werden, wenn Sie lediglich 1 km/h zu schnell unterwegs waren. Da jedoch bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h stets 3 km/h Toleranz abgezogen werden müssen, lautet die Antwort auf die Frage: „Ab wann wird man frühestens geblitzt?“ in Bezug auf die gefahrene Geschwindigkeit: 4 km/h.“
Nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig. Eine bundesweit geltende Verwaltungsvorschrift weist das Messpersonal an, die Messgeräte so einzustellen, dass erst ab einer Überschreitung von mindestens 9 km/h über die erlaubte Geschwindigkeit hinweg ausgelöst wird. Dies bedeutet, dass innerorts bei erlaubten 50 km/h erst bei einem sogenannten Grenzwert von 59 km/h ausgelöst wird. Das Strafmaß berechnet sich dann folgendermaßen:
erlaubte km/h: 50
gemessene km/h: 59
– Toleranz 3 km/h: 56
der Bußgeldbescheid wird also so ausgestellt, das die 56 km/h geahndet werden. Niedrigere Bescheide gibt es normalerweise im 50-er Bereich nicht.
Der Grenzwert (erlaubte Geschwindigkeit) + 9 km/h gilt bei allen Geschwindigkeiten, egal ob 30 km/h erlaubt sind oder 120 km/h. Die anzuziehende Toleranz ändert sich im Übrigen nicht, wenn der Fahrer schneller als 100 km/h fährt, sondern wenn 100 km/h oder mehr erlaubt sind.
Anscheinend darf in dieser netten Republik jede Kreisbehörde (hier NRW) wohl selbst entscheiden, wann sie den Bürger abzockt. Ich trug bei der Messung von 76 km/h (zulässige Geschwindigkeit 70 km/h), mit nicht tolerierten 3 km/h zum Kreissäckel in Höhe von € 10 bei. Vor allen Dingen entsteht hier die Frage, wo in oder auf der neuen Radarsäule, der Marke Traffistar S 350, die beiden, namentlich angegebenen Zeugen gesessen haben mögen?
„Eine bundesweit geltende Verwaltungsvorschrift weist das Messpersonal an, die Messgeräte so einzustellen, dass erst ab einer Überschreitung von mindestens 9 km/h über die erlaubte Geschwindigkeit hinweg ausgelöst wird.“
Nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig. Die Geschwindigkeitsmessung liegt im Zuständigkeitsbereich der Länder. Daher gibt es bundesweit z. B. unterschiedliche Regelungen (Verwaltungsvorschriften, Leitlinien, Dienstanweisungen etc.) zur Geschwindigkeitsüberwachung. In Bremen soll ein Bußgeld bei PKW bis zu einer Überschreitung von 8 km/h (nach Toleranzabzug) nicht erhoben werden, bei LKW liegt diese Grenze bei 5 km/h. Hamburg dagegen erhebt Bußgelder offen-sichtlich vom ersten km Überschreitung an (nach Toleranzabzug). Vielerorts wird allerdings der – zusätzliche – Toleranzwert bei 9 km/h eingestellt. Das bedeutet, dass das Geräte erst bei einer Überschreitung von 10 km/h auslöst.
Tja werter Herr Jürgen S., da steht doch die Frage im Raum, was bestimmt viele interessiert: “ Was wenn sich die Messbeamten / Mitarbeiter der Stadt sich nicht an benannte Vorgaben halten ….gemessen 57Km/h abzüglich der obligatorischen 3%, ff. der darauf folgende Bussgeldbescheid. (in Ortslage)
Auch, selbst passiert, ausserhalb, bei 80er Begrenzung, in diese Zone mit bissl drüber reingerollt, und schon gab´s nettes Foto. Also da war nix mit Toleranz nach oben +9 Km/h, 4 bis max. 5 Km/h drüber und schon wird der Stadthaushalt wieder aufgefüllt. Es sei wirklich dahingestellt das diese Messungen anfechtbar sind, egal ob Verwaltungsvorschrift oder nicht. Eher nicht, oder?
„Stattdessen setzt die Polizei beispielsweise auf Blitzer, die mit Lichtsensoren arbeiten. Doch auch diesen Geräten ist es nicht möglich, die gefahrenen km/h zu messen, wenn die Geschwindigkeit über 250 km/h lag; lediglich, dass dies der Fall war. Sie erhalten demzufolge trotzdem einen Bußgeldbescheid und brauchen sich die Frage: „Ab wann wird man nicht mehr geblitzt?“ gar nicht erst stellen.“
Diese Aussage stimmt so nicht. Die Geräte messen sehr wohl Geschwindigkeiten über 250 km/h. Geahndet werden aber nur Verstöße bis 250 km/h, das „darüber“ fällt unter den Tisch. Und zwar nur deshalb, weil die Geräte nur bis 250 km/h geeicht sind. Wäre die geeichte Geschwindigkeit höher, wären auch die Straßen entsprechend höher sofern der Bußgeldkatalog die vorsieht. Die eso-Geräte messen bis 300 km/h (theoretisch sogar bis 500 km/h), zeigen dies auch am Gerät an, sind aber nur bis 250 km/h geeicht. Deshalb lautet der Bußgeldbescheid: „Sie überschritten die erlaubte Geschwindigkeit … um (250 – [erlaubte Geschwindigkeit] – 3 km/h (bzw. -3%))km/h“.