Ärztliches Gutachten zum Nachweis der Fahreignung

Von Mathias Voigt

Letzte Aktualisierung am: 10. August 2025

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Bitte beachten Sie: Dieser Artikel behandelt ausschließlich das ärztliche Gutachten nach § 11 Satz 2 FeV bzw. § 13 und § 14 FeV. Ein solches verkehrsmedizinisches Gutachten kann angeordnet werden, wenn Zweifel an der Fahreignung bestehen und darüber entschieden werden soll, ob jemanden die Fahrerlaubnis erteilt bzw. verlängert wird. Im Text wird nicht die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) thematisiert, die bei schweren Verkehrsverstößen wie Alkoholfahrten oder zu bei zu vielen Punkten in Flensburg angeordnet wird.

Gibt es Zweifel an Ihrer Fahreignung?

Hat die Fahrerlaubnisbehörde Zweifel an Ihrer Fahreignung, kann sie zur Vorbereitung ihrer Entscheidung über die Erteilung oder Verlängerung der Fahrerlaubnis ein ärztliches Gutachten anfordern. Ebenfalls hängt die Frage, ob sie Beschränkungen oder Auflagen anordnet, häufig vom Ergebnis des ärztlichen Gutachtens ab.

FAQ: Ärztliches Gutachten

Wann wird ein ärztliches Gutachten von Ihnen verlangt?

Sobald die zuständige Behörde an Ihrer Fahreignung zweifelt, kann Sie ein ärztliches Gutachten anordnen. Dies kann Sie sowohl als Anwärter auf den Führerschein treffen als auch als Inhaber einer Fahrerlaubnis.

Welche Gründe können ein ärztliches Gutachten rechtfertigen?

Hier erfahren Sie, welche Gründe zur Anordnung eines ärztlichen Gutachtens führen können.

Was kommt auf Sie zu, wenn Sie sich weigern, das ärztliche Gutachten erstellen zu lassen?

In einem solchen Fall kann Ihnen die Entziehung der Fahrerlaubnis drohen. Schließlich kann sich die zuständige Behörde dann nicht von Ihrer Fahreignung überzeugen und zweifelt sie entsprechend weiterhin an.

Ärztliches Gutachten über die Fahreignung
Das Gutachten über die Fahreignung wird von einem Facharzt durchgeführt.

Welche Gründe gibt es für ein ärztliches Gutachten?

Es gibt viele Anlässe, warum die Führerscheinstelle von Ihnen ein ärztliches Gutachten verlangen kann. Das Spektrum reicht dabei von körperlichen Erkrankungen wie Diabetes, Herz- und Gefäßerkrankungen oder Erkrankungen des Nervensystems über psychische Erkrankungen über zu Alkohol- und Drogenauffälligkeiten bis hin zur Verlängerung der Führerscheinklassen C und D.

Im entsprechenden Schreiben der Behörde werden Sie zu den genauen Anlässen für die Zweifel an Ihrer Fahreignung informiert. Ihnen wird auch mitgeteilt, innerhalb welcher Frist Sie das ärztliche Gutachten durchführen müssen. Ein solches Gutachten kann mehrmals und zu verschiedenen Sachverhalten angeordnet werden.

Häufige Gründe für ein ärztliches Gutachten sind:

  • Körperlichen Erkrankungen
  • Psychischen Erkrankungen
  • Arzneimittel-, Alkohol- und Drogenkonsum

Wer kann ein ärztliches Gutachten durchführen?

Ruft die Führerscheinstelle Sie zu einer solchen Untersuchung auf, werden Sie darüber informiert, wer das Gutachten durchführen kann.

Je nach Einzelfall sind das:

  • Fachärzte mit verkehrsmedizinischer Qualifikation
  • Ärzte des Gesundheitsamts
  • Betriebsärzte bzw. Arbeitsmediziner
  • Fachärzte für Rechtsmedizin
  • Begutachtungsstellen für Fahreignung (BfF)

Grundsätzlich gilt, dass der untersuchende Facharzt nicht Ihr behandelnder Arzt sein darf. Haben Sie sich nach diesen Vorgaben für einen Gutachter entschieden, müssen Sie diese Entscheidung der Fahrerlaubnisbehörde mitteilen. Diese nimmt dann Kontakt zum Arzt auf, der das ärztliche Gutachten durchführt. Dabei wird erörtert, welche Fragen in Bezug auf die Fahreignung geklärt werden sollen.

Die Begutachtungsstellen für Fahreignung (BfF) bieten zum Thema „Ärztliches Gutachten zur Fahreignung“ häufig Beratungen an. Aufgrund ihrer Erfahrungen im Bereich medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) können dort auch verkehrsmedizinische Gutachten erstellt werden. Die Kosten erfragen Sie am besten vor Ort.

Die Behörde prüft das ärztliche Gutachten.
Nachdem Sie sich für einen Facharzt entschieden haben, prüft die Führerscheinstelle Ihre Unterlagen und nimmt Kontakt zum Arzt auf.

Medizinisches Gutachten – Was erwartet Sie?

Die Untersuchung ist weniger umfangreich als eine MPU. Es geht auch nicht darum, eine Prognose zu erstellen, stattdessen soll die gegenwärtige Situation in Bezug auf Ihre Fahreignung abgeklärt werden. Je nach Einzelfall können verschiedene Methoden zum Tragen kommen.

Körperliche und psychische Erkrankungen

Erfährt die Führerscheinstelle von Erkrankungen, welche die Verkehrssicherheit gefährden könnten wie beispielsweise Epilepsie oder orthopädische Erkrankungen, kann sie ein verkehrsmedizinisches Gutachten anordnen, um die Zweifel an Ihrer Fahreignung abklären zu lassen.

Im Fokus der Untersuchung stehen, z. B.:

  • allgemeiner Gesundheitszustand
  • der Bewegungsapparat
  • die Sinnesfunktionen
  • die Reaktionsfähigkeit
  • die Belastbarkeit
  • das Nervensystem
  • die „psychische Verfassung“
  • ggf. labortechnische Untersuchungen
  • regelmäßiger Konsum bestimmter Arzneimittel

Der Arzt wird Sie entsprechend Ihrer Krankheit begutachten und in Fragen zur Fahrtauglichkeit beraten. Möglicherweise kann er Sie auch bei der Wiedererlangung des Führerscheins unterstützen und Sie darüber informieren, unter welchen Umständen Sie ein Auto führen dürfen. Gemäß § 11 FeV Satz 6 haben Sie stets das Recht, ein fachärztliches Gutachten für den Führerschein einzusehen.

Ärztliches Gutachten zu Drogen- und Alkoholkonsum

Ärztliches Gutachten bei Drogen
Häufig wird ein ärztliches Gutachten wegen Drogenkonsum angeordnet.

Bezweifelt die Fahrerlaubnisbehörde Ihre Fahreignung aufgrund von Alkohol oder Drogen, geht es in dem Gutachten darum, Fragen zu Ihren Konsumgewohnheiten und deren Auswirkung auf Ihre Fahrtauglichkeit abzuklären. Neben dem Gespräch und der Feststellung Ihrer allgemeinen Gesundheit stehen dann häufig labormedizinische Untersuchungen an.

Diese können sein:

Anhand der Laborergebnisse und des Gesprächs soll der Arzt herausfinden, ob ein regelmäßiger Konsum von Alkohol oder Drogen vorliegt. Häufig werden dazu Drogenscreenings durchgeführt bzw. bei Verdacht auf Alkoholabhängigkeit entsprechende Blutuntersuchungen. Der Facharzt kann Ihnen dabei helfen, einen unbegründeten Verdacht auszuräumen. Aber auch, wenn eine Alkoholabhängigkeit oder Drogenkonsum (z. B. Cannabis) vorliegt, kann der Arzt Sie bei der Wiedererlangung des Führerscheins unterstützen.

Was kostet das ärztliche Gutachten?

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Die Kosten sind stark davon abhängig, wer das Gutachten erstellt und welche Untersuchungen durchgeführt werden. Der Einzelfall ist für ein fachärztliches Gutachten entscheidend.

Die Gebühren erfragen Sie am besten im Vorfeld bei der entsprechenden Stelle. Dort können Sie sich individuell zu Ihrem Fall beraten lassen und ggf. einen Termin vereinbaren. Aber generell gilt: Für ein ärztliches Gutachten tragen Sie die Kosten selbst.

Über den Autor

Mathias Voigt (Rechtsanwalt)
Mathias Voigt

Rechtsanwalt Mathias Voigt besitzt seine Zulassung seit 2013. Zuvor studierte er an der juristischen Fakultät in Rostock und absolvierte sein Referendariat in Nordrhein-Westfalen. Als Autor für bussgeldkatalog.org informiert er Verbraucher unter anderem über deren Rechte in einem Bußgeldverfahren.

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178 Kommentare

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  1. Dirk W.
    Am 7. November 2024 um 20:58

    Meine Frage bezieht sich auf diesen Abschnitt des Artikels:
    „Haben Sie sich nach diesen Vorgaben für einen Gutachter entschieden, müssen Sie diese Entscheidung der Fahrerlaubnisbehörde mitteilen. Diese nimmt dann Kontakt zum Arzt auf, der das ärztliche Gutachten durchführt.“
    Fristgerecht habe ich dies der FS-stelle mitgeteilt,jedoch wurden meine Unterlagen bisher nicht weitergegeben. Der Grund hierfür dürfte sein das der zuständige Sachbearbeiter mittlerweile in Pension ist und der Nachfolger sich noch nicht darum gekümmert hat. Gibt es hierzu Fristen, innerhalb welchen Zeitraumes die FS-Stelle Unterlagen weiterleiten muss? Oder anders gefragt-wie kann ich aus dem Versäumnis der FS-stelle einen Vorteil für mich erzielen?ggf eben kein FÄG…Ich kann ja letztlich nichts dafür wenn die FS-stelle es versammelt…
    Am 22.11 wäre bei der begutachtenden Stelle der letzte Untersuchungstermin für dieses Jahr,ich habe mich dort auch auf Warteliste setzen lassen. Mit meinem Anwalt bin ich so verblieben das wir diesen Termin abwarten und erst dann die FS-Stelle anschreiben.

  2. Helga
    Am 26. Oktober 2024 um 11:54

    Guten Tag
    Kann man ein ärztliches Gutachten wiederholen sofern es negativ ausgefallen ist?
    Danke und viele Grüße

  3. Doreen
    Am 23. August 2024 um 22:27

    Die Führerscheinstelle verlangt eine MPU UND ein fachärztliches Gutachten obwohl bereits positive Bewertungen von Hausarzt und einem Spezialisten vorliegen. Behördenwilkür oder ist unser Sachbearbeiter einfach ein überkorrekter Korinthenkacker mit schlechter Laune?

    • Manuel
      Am 5. Januar 2025 um 13:08

      hey ich habe das selbe Problem und leider ist es so daß es auf den Sachbearbeiter ankommt
      in der Regel bekommt man den Führerschein wieder mit den normalen Gutachten jedoch ist es so wenn man einen Sachbearbeiter hat der absolut nicht kein Verständnis dafür hat und der Meinung ist dass Cannabis der Teufel ist kann er dennoch ein Fachärztliches Gutachten anordnen jedoch bestehst du dieses auch als Patient
      viel Erfolg

  4. Chris
    Am 27. Mai 2024 um 18:11

    Hallo zusammen ich wollte mal fragen wenn ich eine mpu angeordnet bekommen habe könnte ich auch ein Fev machen .

  5. Kristoph
    Am 28. August 2023 um 17:11

    Bei Beantragung eines P_Scheins wird ein medizinisches Gutachten für die ersterteilung gefordert. Durchzuführen beim amtsarzt, gesundheitsamt oder allgemeinArzt mit verkehrsmedizinicher Weiterbildung. Untersuchung auf alkohol und weitere Suchtkrankheiten.
    Bei Null Anfangsverdacht, also keine Anordnung durch Verkehsamt oder gar eine geforderte MPU…
    Frage wird Blut abgenommen und getestet?

    Vielen dank

  6. Hans
    Am 16. Mai 2023 um 16:12

    An bussgeldkatalog.org-Team,

    1. Frage:
    Ist der Versuch LSD einzunehmen bereits ein trifftiger Grund den Führerschein zu entziehen?

    2. Frage:
    Wenn der Konsum von LSD schon lange zurück liegt – sagen wir 10 Jahre- ist es dann nach wie vor ein Grund den Führerschein zu entziehen?

    Vorausgesetzt ist natürlich der Fall das die Führerscheinstelle davon Wind bekommen hat.

    Danke im Voraus und freundliche Grüße

  7. Christian Spielvogel
    Am 10. März 2023 um 11:34

    Hallo.

    Ich habe meine MPU bestanden.
    Jetzt ist das Gutachten der Führerscheinstelle nicht gut genug. Ich war wegen Drogen, Alkohol und Straftaten zur MPU. In meiner Jugend hatte Drogen und Alkohol induzierte Schizophrenie.
    Hab ein Jahr Therapie für doppel Diagnose gemacht und war anschließend ein Jahr in der Tagesstätte für Psychisch kranke Menschen. Auch das ohne auffällig geworden zu sein abgeschlossen.
    Was kann ich denn noch machen?

  8. Jan H
    Am 25. Januar 2023 um 15:54

    Hallo,
    ich musste diesen Jahres ebenfalls ein ärztliches Gutachten bzgl. Cannbiskonsum durchführen. Diese habe ich bei der TÜV SÜD zu einem Preis von 800,- € durchführen lassen. Nun ist es so, dass die Führerscheinstelle hier in Dresden mir das Original des Gutachtens nicht mehr aushändigen möchte. Weiß jemand, ob das rechtens ist und ob/wie man sich dagegen wehren kann?
    PS: nach Einreichung meines positiven Gutachtens habe ich noch ein „Besonderes Aufbauseminar“ verordnet bekommen.

    VG Jan

    • Emanuel F
      Am 16. August 2023 um 10:52

      Darf ich fragen wie viel ng/ml du beim Test hattest? Danke vorab

  9. Volker B
    Am 2. November 2022 um 23:04

    Mein Blutdruck wurde mit Hilfe von Medikamenten eingestellt. Nun will die Führerscheinstelle,trotz positiver Bescheinigung vom Arzt,einen Ausdruck von mehreren Blutdruckwerten haben. Sonst kann mein Führerschein Klasse D nicht verlängert werden.
    Darf sie das?

  10. Marion S
    Am 20. September 2022 um 22:51

    Ich darf ein Jahr lang nicht Autofahren wegen eines epileptischen Anfalls. Kann mir jemand sagen was das verkehrsmedizinische Gutachten kostet ,damit ich meine Fahrerlaubnis zurück bekomme? Die Kosten soll ich selber tragen, obwohl ich Grundsicherung im Alter bekomme. Verstehe ich nicht, habe doch keine Straftat begangen. Wer kann mir dazu etwas sagen?

  11. Mücahit
    Am 11. August 2022 um 11:20

    Hallo Servus ich wurde von der Polizei mit einem 0,2 Gramm joint erwischt welcher schon fast fertig geraucht war. Dieser wurde mir abgenommen und meine Personalien wurden festgestellt. Die zwei Zivilpolizisten meinten der Verstoß gegen das btmg wird zu 99% fallen gelassen, die Führerscheinstelle wird auch zu 99% bei so einer geringen Menge nicht informiert, wurde mir erklärt. Ich wohne in München Bayern und würde gerne wissen ob das stimmt was die Kollegen gemeint haben oder ich dann doch einen Brief von der Führerscheinstelle bekomme. Außerdem bin ich noch in der Probezeit und vorher noch nie Polizeilich aufgefallen. Ich verbleibe mit Freundlichen Grüßen

    Mücahit Icli

    • Meier
      Am 23. Oktober 2023 um 13:41

      ich selber habe nur Anhaftungen gehabt und muss jetzt zu verkürzten mpu

  12. Laura S
    Am 19. Januar 2022 um 15:41

    Hallo zusammen,
    ich habe leider auch meinen Führerschein auf Grund von nicht angepassten Fahrverhalten verloren.
    Zum Glück bin ich nicht zur MPU verpflichtet.
    Trotz allem ist es immer noch ein schwieriges Unterfangen.
    Ich muss auch den Reaktions- und Konzentrationstest am Computer nochmal machen.
    Außerdem steht die Psychiatrische Untersuchung wieder an.
    Keine leichten Hürden… das weiß ich jetzt aus Erfahrung.
    Bei der ersten Neubeantragung war ich Null vorbereitet, weil ich nicht wusste, was auf mich zukommt.
    Der TÜV Süd in Mannheim hat den Test am Computer durchgeführt und das Gutachten erstellt.
    Da hat es leider nicht für mich geklappt!
    Meine Fragen zur Thematik wären folgende:
    1. Welche Gesellschaften oder TÜV-Stellen hier in Deutschland sind geeignet hinsichtlich des Schwierigkeitsgrades? Ich habe gehört in Hessen oder auch in anderen Bundesländern wären die Bedingungen einfacher. Oder ist es geckickter sich den Gutachter selbst zu suchen.
    2. Zurzeit bereite ich mich mit dem Programm „Keine Angst vor MPU 2021“ vor. Ist das ausreichend? Ich habe die Pedale nicht mitgekauft, wird mir das später zum Nachteil sein?
    3. Wie kann ich mich noch besser auf das Psychiatrische Gutachten vorbereiten? Weil ich mich in Psychiatrische Behandlung begeben soll. Die Berichte die über mich vorliegen entsprechen zum größten Teil nicht der Wahrheit. Es ist auch schwierig in meiner Region überhaupt eine behandelte Ärztin zu finden, die hinter einen steht um zu unterstützen.
    4. Wie ist es mir möglich, ein Gegengutachten zu erhalten?
    5. Macht es Sinn mal ganz abgesehen von der Kostenfrage einen Anwalt für Verkehrsrecht zu konsultieren?

    Ich hoffe, ich finde auf meine Fragen, Anregungen und gemachten Erfahrungswerten geeignete Antworten.
    Vielen Dank für eure Unterstützung
    Laura

  13. Alaa
    Am 9. August 2021 um 18:30

    Hallo zusammen

    Braucht man Anwalt dafür,kann Anwalt helfen

  14. T. P.
    Am 25. Juni 2021 um 14:32

    Ich bin offizieller Cannabis Patient, und mir wurde der Führerschein entzogen wegen einem Wert von 1,3 ng/ml.
    Seit über einem Jahr kämpfe ich darum meinen Führerschein wiederzubekommen, und bin blanker Willkür und Schikane ausgesetzt, obwohl ich alle nötigen Unterlagen und Atteste vorweise. Ich muss 500 Euro Strafe ans Amtsgericht in Frankfurt zahlen, und muss noch ein teures Gutachten von einer Begutachtungsstelle bekommen. Ich bin chronisch krank und kann mir das nicht mehr leisten, da ich keiner Beschäftigung nachgehen kann.
    Und mittlerweile ist so viel Mist passiert, sowohl vom Amtsgericht, der Staatsanwaltschaft als auch von der Führerscheinstelle, dass weder ich noch mein Anwalt davon ausgehen, dass das Zufall ist. Ich bin am Ende meiner Möglichkeiten, und der Staat enthält mir weiterhin meine Fahrerlaubnis vor, obwohl mir bereits zwei Ärzte und lang und ausführlich bescheinigt haben, dass ich zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt war. Selbst der Arzt auf der Polizeiwache konnte bei mir keine Einschränkungen feststellen, und es hat zu keinem Zeitpunkt ein Abusus stattgefunden.
    Ein Beispiel dafür, dass dieses System Opfer schafft, anstatt sie zu schützen.

  15. AX
    Am 2. Juni 2021 um 7:37

    Guten Tag,
    muss ich als Cannabispatient ein ärztliiches Gutachten oder sogar eine MPU absolvieren wenn ich mich
    an die ärztlichen Vorgaben halte?

    MfG

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