Autoaufkleber: Dürfen Sie Heckscheibe & Co. bekleben?
Letzte Aktualisierung am: 13. August 2025
Geschätzte Lesezeit: 9 Minuten

Zur optischen Verschönerung von Fahrzeugen greifen nicht nur Tuningfans gerne auf Aufkleber fürs Auto und Tattoos zurück. Hierdurch können die Fahrzeughalter auch Statements setzen, die für alle anderen Verkehrsteilnehmer sichtbar sind.
Was gilt es zu beachten, wenn Sie Ihr Fahrzeug mit Hilfe von Autoaufklebern verschönern wollen? Dies und mehr finden Sie im folgenden Tuning-Ratgeber.
Im folgenden Tuning-Ratgeber beschäftigen wir uns ausschließlich mit den kleineren Autostickern und Autotattoos. Auch diese sind streng genommen bedruckte Autofolien, die an den Fahrzeugen angebracht werden, doch sind sie in der Regel kleinflächiger und auf feste Motive begrenzt.
Inhaltsverzeichnis:
FAQ: Autoaufkleber
Das dürfen Sie, sofern Ihre Sicht dadurch nicht beeinträchtigt wird. Der Blick durch den Rückspiegel muss frei bleiben.
Befinden sich in der Heckscheibe Heizdrähte, kann sich das auf die Klebekraft des Aufklebers auswirken. Unter Umständen kommt es zu Beschädigungen an der Scheibenheizung, wenn Sie den Aufkleber wieder entfernen wollen.
Nein. Eine Ausnahme stellen Vignetten und die Umweltplakette dar.
Das Auto bekleben – Mit Statements zur Personalisierung des Autos
Die Autobeschriftung ist nicht nur aufs Tuning beschränkt, sondern bereits fester Bestandteil in der Alltagswelt zu Werbezwecken und bei Einsatzfahrzeugen von Feuerwehr und Krankentransporten.
Über kaum eine andere Maßnahme können Autofahrer ein Statement wirksamer abgeben als durch Autoaufkleber. Ob lustige, anzügliche oder feinsinnige Sprüche, Werbeschriftzüge, Tribals oder andere Motive: Die Designvielfalt auf dem Markt ist gewaltig. Und häufig besteht gar die Möglichkeit, auch eigene Motive und Sprüche zu entwerfen und diese sodann auf widerstandsfähige PVC-Folien aufdrucken zu lassen.
Vermutlich ist jedem der Aufkleber „Baby on Board“ schon tausende Male auf den Autos anderer Leute aufgefallen. Doch heute ist die Gestaltungsmöglichkeit wesentlich breiter gefächert. Es gibt auch teils beleidigende Aussagen, die sich Personen aufs Heck pinnen, um den nachfolgenden Verkehr aufzustacheln.
Die kleinen Folienstücke haben dabei einen wesentlichen Vorteil: Gefällt das Motiv einmal nicht mehr, kann es zumeist vergleichsweise unkompliziert wieder abgelöst und ausgetauscht werden – ohne dass hierfür der Lack oder Scheiben leiden.
Anders als die großflächige Autofolierung sollen mittels der kleineren Autoaufkleber kleinere Highlights gesetzt werden. Zudem sind hier auch auf einen gewissen Raum begrenzte Motive möglich, während Autofolien in der Regel eher durchgehend und sich wiederholende Designs aufzeigen.
Doch auch beim Autoaufkleber gibt es zahlreiche Dinge zu beachten, um Bußgelder und Punkte in Flensburg zu vermeiden. Im schlimmsten Fall droht gar die Nutzungsuntersagung des Fahrzeugs bis die Veränderungen wieder rückgängig gemacht wurden. Lesen Sie im Folgenden mehr zu den einzelnen Bestimmungen und worauf Sie beim Anbringen und Entfernen der Autosticker achten sollten.
Bußgeldtabelle zum Autoaufkleber
| Beschreibung | Bußgeld | Punkte |
|---|---|---|
| Fahren bei eingeschränkter Sicht | 10 Euro | |
| Scheinwerfer verdeckt ... mit Gefährdung anderer ... mit Sachschaden | 20 Euro 25 Euro 35 Euro | |
| Fahren mit einem nicht zulässigen Fahrzeug ... mit Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit | 25 Euro 90 Euro | 1 |
| Nummernschild abgedeckt | 65 Euro |
Tuning durch Aufkleber am Auto – Nass- oder Trockenverklebung?
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die Klebefolien der Autoaufkleber auf dem Fahrzeug oder den Scheiben anzubringen: die Nassverklebung und die Trockenverklebung.
Bei der Nassverklebung von einem Autoaufkleber wird die zu beklebende Fläche des Fahrzeuges und die Klebefläche des Autostickers mit einer Wasser-Spülmittel-Lösung eingesprüht. Dadurch wird der Kleber auf der PVC-Folie kurzzeitig deaktiviert und das Motiv kann leicht auf der Oberfläche verschoben werden. Dadurch können Sie die Lage vom Autoaufkleber auch nach der Aufbringung noch korrigieren und den optimalen Platz für das Motiv finden.
Nachdem die richtige Ausrichtung gefunden ist, können Sie mit Hilfe eines Rakels oder eines Tuchs das Wasser von Innen zu den Außenseiten hin unter dem Motiv entfernen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, da das Motiv durch das Fitwasser leicht auch noch beim Rakeln verschoben werden kann.
Achten Sie auch darauf, das Wasser unter dem Autoaufkleber vollständig zu entfernen. Andernfalls können die Einschlüsse schnell zum Ablösen auch des ganzen Stickers führen. Kleinere Bläschen können Sie auch vorsichtig mit einer Nadel einstechen und das Wasser so herausdrücken.

Bei der Trockenverklebung hingegen ist der Aufwand wesentlich geringer. Allerdings müssen Sie sich schon vorab genauestens über den Sitz vom Autoaufkleber im Klaren sein. Eine nachträgliche Korrektur ist nicht möglich. Und auch das Ablösen und Neuanbringen ist kaum noch möglich. Für größere Aufkleber für Ihr Auto sollten Sie daher dringend auf eine zweites Paar ruhiger Hände zurückgreifen.
Nachdem der Autoaufkleber an Ort und Stelle angeklebt ist, nutzen Sie einen Rakel oder ein Tuch dazu, die Folie fest an die Oberfläche zu pressen. So können auch Lufteinschlüsse beseitigt werden. Gegebenenfalls hilft auch hier der Gebrauch einer feinen Nadel.
Den Autoaufkleber sollten Sie immer von der Mitte des Motivs zum Rand hin fest ausstreichen, damit alle Lufteinschlüsse entfernt und Falten vermieden werden können.
Reicht das Folienmotiv über Nahtstellen des Autos – also über mehrere Bauteile hinweg – müssen Sie gegebenenfalls mit Hilfe eines scharfen, feinen Messers (Cutter oder Skalpell) vorsichtig das Motiv zerschneiden und die Kanten in die Kanten verkleben. Andernfalls kann sich das Motiv an diesen schwachstellen schnell wieder ablösen. Achten Sie darauf, den Lack nicht zu beschädigen.
In beiden Fällen jedoch – Trocken- und Nassverklebung – ist eine penible Vorbereitung von Bedeutung, um ein optimales Ergebnis zu erhalten.
Autoaufkleber anbringen – eine gute Vorbereitung ist wichtig
Ein gutes Ergebnis ist auch beim Autoaufkleber abhängig von der jeweiligen Vorarbeit. Die zu beklebenden Flächen müssen von Staub und Schmutz gereinigt und anschließend mit einem Fettlöser auch von Fettrückständen befreit werden. Schon ein kleiner Fingerabdruck auf der Klebefläche kann zum Schwachpunkt werden. Von dieser nicht oder nur schlecht verklebten Stelle her kann sich das Motiv schnell immer weiter ablösen.
Wenn Sie mit Fettlösemitteln arbeiten, sollten Sie stets Schutzhandschuhe tragen, da sonst auch die für den Menschen wichtige und natürliche Fettschicht auf der Haut zerstört werden kann.
Um zu verhindern, dass schnell wieder neuer Staub sich auf der Klebefläche niederlegt, ist es angeraten, stets in einem weitgehend staubfreien Raum zu arbeiten. Schon kleine Staubkörner können sonst zu Macken und Fehlern führen.
Bevor Sie das Motiv schließlich verkleben, ist es zudem empfehlenswert, den Autoaufkleber vorab schon einmal mit Hilfe von Klebeband an die vorgesehene Fläche anzubringen – ohne Träger- und Schutzfolie abzulösen. So können Sie den besten Platz für das Motiv finden. Markieren Sie sich die genaue Position gegebenenfalls mit einem Bleistift.
Auto mit Heckscheibenaufkleber verzieren – was Sie beachten müssen!
Natürlich können Sie nicht nur den Lack Ihres Fahrzeuges mit allerlei Sprüchen und Motiven verzieren. Auch die Heckscheibe bietet genug Raum, um sich zum Beispiel zu seiner Lieblingsband zu bekennen oder aber Werbung für den eigenen Online-Service zu machen. Allerdings dürfen Sie die Scheiben des Fahrzeugs nicht unbegrenzt mit Autostickern zupflastern.
Es gilt, ausreichend Platz auf der Scheibe zu lassen, damit dem Fahrer der Blick nach hinten durch den Heckscheibenaufkleber nicht gänzlich versperrt ist. Daher darf ein Großteil der Scheibe nicht mit blickdichten Autostickern versehen sein. Der Blick durch den Rückspiegel muss in jedem Fall frei bleiben.
Zudem müssen die speziellen Klebefolien für Scheiben mit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) ausgestattet sein. Dies gilt besonders bei einem großflächigen Pkw-Aufkleber. Da die Scheiben von Fahrzeugen zudem aus Sicherheitsglas bestehen, darf die Funktionsweise durch den Sticker nicht beeinträchtigt sein. Lassen Sie sich gegebenenfalls vorab in einer seriösen Werkstatt dahingehend beraten, welche Bescheinigungen für die Autoglassticker vorliegen müssen und welche Bedingungen eingehalten sein sollten.
Es bietet es sich an, die Aufkleber für die Heckscheibe von innen an der Scheibe zu verkleben. Derartige Autoaufkleber müssen dabei gespiegelt produziert werden, damit nach Außen der Schriftzug richtig herum erkennbar ist. Die Klebefläche ist dann identisch mit der sichtbaren Seite des Aufklebers.
Der Vorteil der Innenverklebung ist vor allem, dass der Autoaufkleber gut vor den Witterungsbedingungen geschützt ist. Lediglich die UV-Strahlung kann ihm so noch zusetzen.
Die Außenverklebung ist zumeist nicht gestattet, da auf der Außenseite der Fahrzeugscheiben keine Folien angebracht sein dürfen. Dadurch könnte das Bruchverhalten der Autoscheiben erheblich beeinträchtigt sein, sollte es wider Erwarten doch einmal zum Unfall kommen. Zudem hat es wesentliche Nachteile, Autoaufkleber an der Heckscheibe anzubringen, wie zum Beispiel:

- Die Folie ist den Witterungsverhältnisse schutzlos ausgesetzt.
- Im Winter sind Probleme beim Scheibenkratzen möglich.
- Fremde können leicht Manipulationen an dem Autosticker vornehmen.
Auch aus diesem Grunde ist die Innenverklebung der kleineren bedruckten Autofolien angeraten. Seien Sie jedoch besonders vorsichtig, wenn sich in der Heckscheibe Ihres Wagens Heizdrähte befinden. Die aufgebrachten Folien entwickeln eine hohe Klebekraft. Wenn Sie die Autoaufkleber dann eines Tages doch wieder entfernen möchten, könnte die Scheibenheizung demoliert werden. Dann müssen Sie in der Regel die ganze Heckscheibe austauschen lassen und der Spaß mit dem Sticker hat ein teures Nachspiel.
Bei einem großflächigen Scheibenaufkleber fürs Auto sollten Sie die Allgemeine Betriebserlaubnis, die dem Heckscheibenaufkleber beim Kauf stets beigefügt sein muss, immer im Fahrzeug mitführen.
Andere Autoscheiben mit Aufkleber verzieren – Front- und Seitenscheibe
Scheiben, die im Sichtfeld des Fahrers liegen – also Frontscheibe und die beiden vorderen Seitenscheiben vor der B-Säule – sind beim Verkleben absolut tabu! Es ist untersagt diese für das Sichtfeld des Fahrers wichtigen Scheiben abzudecken. Damit sind weder die Tönung der Autoscheiben noch das Bekleben gestattet. Grund hierfür ist, dass dem Fahrer die notwendige Sicht genommen wird oder aber auch schon durch kleinste Störfaktoren im Sichtfeld eine Irritation möglich ist.
Aufkleber, die sich regelmäßig auf der Innenseite der Windschutzscheibe befinden dürfen, sind Mautsticker (Vignetten) und die offiziellen Aufkleber für die jeweiligen Umweltzonen. Doch auch diese Autoaufkleber dürfen sich nicht im direkten Sichtfeld des Fahrzeugführers befinden und gehören deshalb an der Windschutzscheibe am Rand links-oben oder im mittig hinter dem Rückspiegel.
Ist die Sicht des Fahrers durch Aufkleber eingeschränkt, kann ein Verwarngeld in Höhe von 10 Euro drohen. Zudem ist auch die Nutzungsuntersagung möglich, bis die Sichtbehinderung behoben ist. Ist die Verkehrssicherheit durch Autoaufkleber auf wichtigen Scheiben gefährdet sind gar ein Bußgeld in Höhe von 90 Euro und ein Punkt in Flensburg möglich.
Autoaufkleber ablösen – Vorsicht!
Der Geschmack eines Menschen ändert sich im Laufe seines Lebens immer wieder. Das bedeutet, dass ein Autoaufkleber, den er noch vor 5 Jahren spannend und lustig fand, nunmehr wieder loswerden möchte. Und auch, wenn das Auto verkauft werden soll, bietet es sich an, die Autoaufkleber zu entfernen, um den Wiederverkaufswert zu erhöhen.
In der Regel ist es relativ unkompliziert, die Sticker wieder vom Auto zu entfernen.
Es ist aber davon abzuraten, den Kfz-Aufkleber einfach so von der Klebefläche abzureißen. Hierdurch können sonst Schäden am Lack entstehen. Die handelsüblichen PVC-Folien, die für die Autoaufkleber genutzt werden, reagieren auf hohe Hitzeeinwirkung. Mit einem normalen Fön können Sie die Oberfläche des Autostickers erhitzen. Dadurch wird der Autoaufkleber dehnbar und der Kleber löst sich. Erst nach dem Erhitzen können Sie die Aufkleber leicht vom Fahrzeug ablösen. Eventuelle Rückstände können Sie mit Alkoholen – Spiritus oder Isopropanol (IPA) – leicht vom Lack oder den Scheiben lösen.
Es ist durchaus möglich, dass die Kfz-Beschriftung oder die Autobeklebung auch nach der Ablösung noch Spuren hinterlässt. Die Flächen unter der Fahrzeugbeklebung war durch die Folie vor Witterung und UV-Strahlen weitgehend geschützt, während die umliegenden Lackflächen gegebenenfalls an Glanz und Farbe verloren haben. So kann sich das Motiv auch ohne Sticker noch abheben.
Dürfen Sie das Nummernschild mit einem Aufkleber versehen?

Es gibt einige Fahrzeugteile, die Sie in keinem Falle bekleben dürfen. Hierzu zählen nicht nur die Spiegel im und am Wagen, sondern vor allem auch die Kennzeichen. Das Kennzeichen muss zur Identifikation des Fahrzeuges und des Halters stets erkennbar und in einwandfreiem Zustand sein. Laut § 10 Absatz 2 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) dürfen Kennzeichen nicht verdeckt sein:
„[…] sie dürfen nicht zusätzlich mit Glas, Folien oder ähnlichen Abdeckungen versehen sein […].“
Bei einem Verstoß gegen diese Vorschrift kann im Falle einer Verkehrskontrolle ein Bußgeld in Höhe von 65 Euro drohen. Für Fahranfänger: Dieses Vergehen ist laut Bußgeldkatalog als B-Verstoß gewertet.
Ausgenommen von der Regel sind lediglich die Prüfplaketten, die Sie bei erfolgreich bestandener Hauptuntersuchung erhalten.
Lassen Sie also lieber von dem Gedanken ab, auch das Kennzeichen Ihres Wagens mit einem Sticker zu verschönern. Es spielt keine Rolle, ob dadurch ein Buchstabe oder eine Zahl abgedeckt sind oder nicht. Selbst ein kleiner Autoaufkleber im Sternenkreis der Europaflagge ist nicht gestattet und zieht im Zweifel ebenfalls eine Strafe nach sich.
Ähnlich wie bei den Kennzeichen ist es auch untersagt, die Scheinwerfer mit Stickern oder anderen Folien abzudecken. Auch durchsichtige Folien können hier gar zum Verlust der Betriebserlaubnis führen. Bei einem Verstoß gegen diese Vorschrift können Verwarngelder zwischen 20 und 35 Euro drohen.


(42 Bewertungen, Durchschnitt: 4,36 von 5)
Hallo, leider gibt es keinen Straftatbestand beim Verwenden von „geschmacklosen“ Aufklebern.
Heute Morgen vor der Schule meiner Tochter hatte eine E-Klasse (Limousine) folgenden Schriftzug auf dem Kofferraumdeckel – „Deine Tochter lag hier auch schon drin“…
Als Vater einer minderjährigen Tochter empfinde ich den Spruch mehr als geschmacklos, zumal die Platzierung auf dem Kofferraumdeckel einen ganz faden Beigeschmack hat.
als nachstes werden geschmacklose witze verboten und danahc komt die freiheit.