Illegale Blitzer-App genutzt: Diese Strafe droht
Letzte Aktualisierung am: 8. Oktober 2025
Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Bußgelder für Blitzer-Apps
| Verstoß | Bußgeld | Punkte | FahrverbotFverbot | Lohnt ein Einspruch? |
|---|---|---|---|---|
| Verwendung von Blitzer-Apps auf Smartphones und Navigationsgeräten | 75 Euro | 1 | Hier prüfen ** |
Ist die Nutzung einer Blitzer-App verboten oder erlaubt?

Mit dem technischen Fortschritt gehen auch neue Möglichkeiten einher. Insbesondere das Smartphone hat sich in den letzten Jahren bis in fast alle Lebensbereiche verbreitet. Die meisten Menschen der Industrienationen besitzen mittlerweile eines der internetfähigen Handys.
Durch sogenannte application software (englisch für Anwendungsprogramm, kurz App) können Nutzer ihr Gerät zudem personalisieren. Spiele, Terminkalender, Wanderwege … für gefühlt alles gibt es mittlerweile eine App, so auch für die Warnung vor einer Radarfalle.
Diese sogenannten Blitzer-Apps warnen während des Autofahrens vor Radargeräten. Doch ein Blitzerwarner, der als App auf dem Smartphone installiert ist, kann ein Risiko sein. Denn in der Regel ist die Blitzer-App nicht legal. Wie funktioniert eine mobile Blitzer-Warn-App? Kann es bereits problematisch sein, eine Blitzer-App zu installieren?
Inhaltsverzeichnis:
➥ Angebote zum Thema Radarwarner
FAQ: Blitzer-Apps
Blitzer-Apps zeigen durch ein akustisches und/oder optisches Signal an, wenn sich das Fahrzeug einem Blitzer nähert. Sie sollen dazu beitragen, Bußgelder für eine Geschwindigkeitsüberschreitung zu verhindern. Populäre Blitzer-Apps sind z. B. blitzer.de oder iSpeedCam.
Die Nutzung einer Blitzer-App während der Fahrt ist verboten und kann ebenso wie der Einsatz sonstiger Radarwarner Sanktionen gemäß Bußgeldkatalog nach sich ziehen.
Der Betroffene begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld in Höhe von 75 Euro und einen Punkt in Flensburg rechnen.
Spezifische Infos zu Blitzer-Apps
Wie funktionieren Blitzer-Apps?

Die herkömmliche Blitzer-App für Android, iOS oder ein anderes Betriebssystem funktionieren meist ähnlich. Beim Installieren gewährt der Nutzer der App die Verwendung der Standortinformation bzw. der GPS-Ortung des Handys. Dadurch kann die App zu jeder Zeit bestimmen, wo sich das Gerät befindet.
Zugleich hat die Blitzer-App offline auf dem Handy, meist jedoch online Zugriff auf eine Datenbank, in der Informationen zu den Standorten von Blitzern in ganz Deutschland gespeichert sind. Die ein oder andere Blitzer-App deckt auch Europa ab.
Nähert sich das Fahrzeug des Smartphone-Besitzers nun einem Radargerät, warnt die App vor dem Blitzer durch
- akustische Signale,
- optische Signale oder
- akustische und optische Signale.
Der Fahrer kann nun die gefahrene Geschwindigkeit kontrollieren und ggf. reduzieren und entgeht so durch die Blitzer-App einer Strafe.
Video: Sind Blitzer-Apps wirklich Tabu?
Nutzung der Blitzer-App in Deutschland: Rechtliche Situation
Ist die Blitzer-App legal oder illegal? Welche Blitzer-App konkret genutzt wird, ist in der Regel ohne Bedeutung, denn § 23 Abs. 1c der Straßenverkehrsordnung besagt:
Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte).
Smartphones mit Auto-Apps sind normalerweise nicht als technisches Gerät anzusehen, das dafür bestimmt ist, Maßnahmen der Verkehrsüberwachung anzuzeigen. Daher sah sich der Gesetzgeber gezwungen, den Anwendungsbereich des Paragraphen zu erweitern. Zum 6. Juni 2019 trat daher eine neue Fassung in Kraft, die folgende Ergänzung aufweist:
Bei anderen technischen Geräten, die neben anderen Nutzungszwecken auch zur Anzeige oder Störung von Verkehrsüberwachungsmaßnahmen verwendet werden können, dürfen die entsprechenden Gerätefunktionen nicht verwendet werden.
Durch die Ausweitung auf technische Geräte mit anderem Nutzungszwecken müssen Autofahrer daher damit rechnen, dass die Nutzung einer App als Blitzerwarner bzw. Radarwarner bei einer Polizeikontrolle zu Problemen führt.
Bußgeld für die Blitzer-App auf dem Handy

Polizeibeamte dürften normalerweise nicht ohne Weiteres das Handy eines Verkehrsteilnehmers beschlagnahmen oder durchsuchen. Daher ist die Entdeckung bspw. einer iOS- oder Android-Blitzer-App auf dem Smartphone eher selten.
Kommt es dennoch dazu, dass Kfz-Führer bei der Nutzung einer Blitzermelder-App erwischt werden, kann dies sowohl ein Bußgeld als auch einen Punkteeintrag in Flensburg zur Folge haben. Folgende Strafe für die Nutzung von einer Blitzer-App ist möglich:
- Bußgeld von bis zu 75 Euro,
- ein Punkt im Fahreignungsregister.
Angebote zum Thema Radarwarner
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl verschiedener Radarwarner:
- Saphe Drive Mini Blitzerwarner - Der Radarwarner...
- Millionen von Fahrern - In Kombination mit einen...
- Bluetooth-Funktion - Das Saphe blitzerwarner für...
- Klare Signale - Sie erhalten über den gestochen...
- Rechtlicher Nutzungshinweis - Der Verkehrsalarm...
- Artikelname: OOONO CO Driver NO1 2er Pack: Warnt...
- Produkttyp: RADARDETEKTOR
- Marke: ooono
- Integrierte Mobilfunkverbindung: Keine App oder...
- All-in-One und Standalone: Blitzer- und...
- Warnt Sie rechtzeitig vor dem Erreichen einer...
- Übersichtliches Info-Display: zeigt Uhrzeit,...
- GPS-Gefahren-Warner inkl. Akku, Micro-USB-Kabel,...
Letzte Aktualisierung am 2023-10-15 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
Quellen und weiterführende Links
- Mitteilung des OLG Karlsruhe zum Beschluss vom 7. Februar 2023, Aktenzeichen: 2 ORbs 35 Ss 9/23
- § 23 StVO: Sonstige Pflichten von Fahrzeugführenden



(318 Bewertungen, Durchschnitt: 4,30 von 5)
Da hab ich ne frage navis gehören auch zu technischen Geräten nach Paragraph 23 Abs. 1c StVO.
Dan müssten ja auch navis verboten sein???
Ich möchte gern den aktuellen Bußgeldkatalog haben. Danke