Bußgeldbescheid ignorieren: Hinweise zu den drohenden Folgen
Letzte Aktualisierung am: 13. August 2025
Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Bußgeldbescheid ignorieren: Das ist keine gute Idee

Wird das Bußgeld nicht bezahlt, ist es in den meisten Fällen eher unbeabsichtigt. Eine Frist kann vergessen werden oder der Bescheid ist verloren gegangen. Dass Fahrer oder Fahrzeughalter den Bußgeldbescheid ignorieren, kommt dennoch genauso häufig vor.
Doch was hat es für Konsequenzen den Bußgeldbescheid zu ignorieren oder den Strafzettel nicht zu bezahlen? Was geschieht, wenn Verkehrssünder die Anhörung zum Bußgeldverfahren ignorieren?
Rechtlich gesehen können diese Fragen relativ schnell beantwortet werden. Das Ignorieren eines Bußgeldverfahrens hat immer Folgen für den Betroffenen. Wie diese aussehen, hängt immer jedoch vom Einzelfall ab.
Inhaltsverzeichnis:
FAQ: Bußgeldbescheid ignorieren
Nein, dass sollten Betroffene besser nicht tun. Waren Sie nicht der Fahrer, ist ein Einspruch einzulegen.
Wird das Bußgeld nicht gezahlt, folgt auf die Mahnung ein Vollstreckungsbescheid. Wird dieser ebenfalls ignoriert, kann Erzwingungshaft drohen.
Zumindest die persönlichen Daten müssen Angeschriebene den Behörden mitteilen. Ignorieren Sie die Aufforderung, wird der Bußgedblescheid an den Halter versandt.
Was sind die Folgen, wenn Verkehrsteilnehmer den Bußgeldbescheid und Anhörungsbogen ignorieren?
Wird ein Autofahrer bei einer Ordnungswidrigkeit „erwischt“ und hat somit gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) verstoßen, muss er mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Bevor dieser zugestellt wird, erreicht den Betroffenen meist zuerst ein Anhörungsbogen. Dieser dient zur genauen Feststellung des Fahrers zur Tatzeit.
Den Anhörungsbogen zu ignorieren, hat meist Nachteile für den Beschuldigten. Wird der Anhörungsbogen nicht ausgefüllt, stellt die Behörde meist den Bußgeldbescheid dennoch zu. Hier wird dann der Fahrzeughalter angeschrieben, da eine genaue Ermittlung des Fahrers nicht möglich war und der Fahrzeughalter sich nicht geäußert hat.
Ist der Bußgeldbescheid zugestellt und wird kein Einspruch eingelegt, ist er rechtskräftig. Der Fahrzeughalter hat jedoch die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen nach Eingang, Einspruch gegen den Bescheid einzulegen. Dies kann auch rein vorsorglich geschehen, wenn er diesen für ungerechtfertigt hält und den Strafzettel oder Verwarnungsgeld nicht bezahlen möchte.
Den Bußgeldbescheid zu ignorieren und das Bußgeld nicht zu bezahlen, kann dann auch einen Vollstreckungsbescheid, den Besuch eines Gerichtsvollziehers oder im schlimmsten Fall eine Haftstrafe bedeuten.
Was passiert wenn man das Bußgeld nicht bezahlt?

Ist die Frist abgelaufen und das Knöllchen beziehungsweise Bußgeld nicht bezahlt, erhält der Fahrzeughalter nach dem Bußgeldbescheid dann die Mahnung.
Sollte der Fahrzeughalter auch diese ignorieren, wird durch die Behörde im nächsten Schritt ein Vollstreckungsbescheid beantragt. Dieser kann dann durch einen Gerichtsvollzieher oder den Vollstreckungsbeamten des Finanzamtes ausgeführt werden.
Der letzte Schritt, den die Behörde gehen kann, ist die Erzwingungshaft. Wird ein Bußgeldbescheid ignoriert oder trotz Vollstreckungsbescheid nicht bezahlt, kann diese Form der Erzwingung angeordnet werden.
Bußgeld nicht bezahlt? Es droht Erzwingungshaft
Die Erzwingungshaft dient letztendlich dazu, den ausstehenden Betrag vom Bußgeld, das nicht bezahlt wurde, einzutreiben. Die Haft kann mit der Zahlung vermieden oder abgebrochen werden.


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Bekommt man bei mehreren Strafzettel wegen Falschparker oder überschritten der ParkZeit auch Punkte? Wenn ja, wie setzt sich das zusammen? Danke.
Hallo Maria,
Punkte gibt es auch bei mehreren Strafzetteln nicht. Es können jedoch Zweifel an der Fahreignung des Verkehrsteilnehmers aufkommen. Ist dies der Fall, kann eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet werden. Nur bei Bestehen dieser Untersuchung darf der Führerschein behalten werden.
Die Redaktion von bussgeldkatalog.org