Dieselfahrzeuge: Warum ein Verbot in Deutschland beschlossen wurde
Letzte Aktualisierung am: 11. August 2025
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Bessere Luft durch Dieselverbot

40 Mikrogramm pro Kubikmeter jährlich – höher darf die Belastung durch Stickstoffdioxid (NO2) europaweit nicht sein. NO2 birgt gesundheitliche Risiken für Mensch und Umwelt: Asthmatiker könnten durch zu hohe NO2-Werte beispielsweise eine Bronchienverengung erleiden, Pflanzen werden geschädigt und Böden überdüngt.
Als Produkt unliebsamer Nebenreaktionen bei Verbrennungsprozessen entsteht Stickstoffdioxid hauptsächlich in Verbrennungsmotoren oder Feuerungsanlagen für Kohle, Holz oder Öl. Demzufolge tragen Dieselfahrzeuge einen großen Teil dazu bei, dass dieser Jahresgrenzwert in der Vergangenheit immer wieder überschritten wurde. Die EU-Kommission sah sich daher gezwungen, ein Verfahren gegen Deutschland zu eröffnen, da bisher keine Maßnahmen ergriffen worden seien, um die Werte zu senken.
Dieselmotoren belasten die Luft vor allem in deutschen Großstädten und Ballungsgebieten, weshalb im Laufe des Jahres 2018 bereits in einigen deutschen Städten die Dieselfahrzeuge mit einem Verbot konfrontiert wurden bzw. ein solches zumindest diskutiert wurde. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie das Verbot von Dieselfahrzeugen genau vonstattengeht, welche Städte bisher davon betroffen sind und wie Sie feststellen können, ob Ihr Fahrzeug innenstadttauglich ist oder nicht.
Inhaltsverzeichnis:
FAQ: Verbot von Dieselfahrzeugen
Dieselfahrzeuge stellen eine Belastung der Luft durch Stickoxide dar.
Von den Verboten können Dieselfahrzeuge betroffen sein, die der Euro-Norm 1 bis 5 entsprechen. Dies hängt von der konkreten Verbotszone ab, da jede Gemeinde hier eigene Regeln aufstellen kann. Zum Teil unterliegen auch Benziner den Fahrverboten.
Ein Verbot für Dieselfahrzeuge gibt es derzeit in Berlin, Stuttgart, Hamburg und Darmstadt. In weiteren Städten sind Diesel-Fahrverbote geplant.
Dieselfahrzeuge: Wie das Verbot durchgesetzt werden soll
Um ein Vertragsverletzungsverfahren abzuwenden, muss die deutsche Regierung nun handeln. Neben dem Verbot für Dieselfahrzeuge in deutschen Städten ging es vonseiten der EU-Kommission auch darum, Elektro- und Hybridautos zu fördern, damit die NO2- sowie CO2-Werte gesenkt werden.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde die Einführung einer sogenannten „blauen Plakette“ heiß diskutiert. Bisher gibt es die Umweltplakette in den Farben rot, gelb und grün. Städte, die über eine Umweltzone verfügen (z. B. Berlin, Freiburg oder Leipzig), dürfen bereits seit längerer Zeit nur noch mit der grünen Plakette befahren werden.

Weil die Umweltbelastung dadurch augenscheinlich noch nicht ausreichend verringert werden konnte, sollte noch eine blaue Plakette hinzukommen. Alle Fahrzeuge, abgesehen von Dieseln mit der Abgasnorm Euro 4 oder Euro 5, sollten diese bekommen. Diese Dieselfahrzeuge erhalten ein Verbot und dürfen demnach auch mit der grünen Plakette nicht mehr in einigen Innenstädten fahren.
Aktuell (Stand: Januar 2021) kann die jeweilige Abgasnorm eines Kfz jedoch ausschließlich dem Fahrzeugschein bzw. der Zulassungsbescheinigung I entnommen werden. Weder wurde eine blaue Umweltplakette eingeführt noch kann die entsprechende Norm am Kennzeichen eines Kfz abgelesen werden.
Es erschließt sich quasi von selbst, dass es der Polizei wohl kaum möglich ist, jedes Fahrzeug aus dem Verkehr zu ziehen, um das entsprechende Dokument zu kontrollieren. Bei dem auf Dieselfahrzeuge bezogenen Verbot hapert es also noch etwas mit der Umsetzung. Kontrollen vom Dieselverbot sind somit nach wie vor nur in Form von Stichproben möglich.
Welche Städte haben bisher für Dieselfahrzeuge ein Verbot ausgesprochen?
23 Regionen nannte die EU-Kommission in ihrem Schreiben an die deutsche Regierung, in denen die Grenzwerte der NO2-Belastung frühestens im Jahr 2020 erreicht werden könnten. Damit ist Deutschland 10 Jahre im Rückstand und verstößt gegen die getroffenen EU-weiten Vereinbarungen.
Doch wo wurden bisher oder sollen in absehbarer Zeit die Dieselfahrzeuge verbannt werden? Das Verbot erstreckt sich aktuell (Stand: Januar 2021) bzw. in Zukunft auf folgende Städte:
- Berlin (seit November 2019)
- Bonn (noch nicht festgelegt)
- Darmstadt (seit Juni 2019)
- Essen (noch nicht festgelegt)
- Frankfurt (noch nicht festgelegt)
- Gelsenkirchen (noch nicht festgelegt)
- Hamburg (seit Juni 2018)
- Köln (noch nicht festgelegt)
- Mainz (für 1. Oktober 2020 angekündigt, allerdings noch nicht umgesetzt)
- Stuttgart (seit Januar 2019 für auswärtige Fahrer, seit April 2019 für Anwohner)
Wer trägt eigentlich die Schuld daran, dass Dieselfahrzeuge ein Verbot befürchten müssen?

Ein Zusammenschluss deutscher Städte, der „Deutsche Städtetag“, sieht die Schuld bei den Autoherstellern. Ganz Deutschland wird sich wohl an den VW-Abgas-Skandal erinnern, bei dem die Werte einiger Dieselfahrzeuge manipuliert wurden.
Der Deutsche Städtetag vertritt die Meinung, dass aufgrund dieser falschen Werte die NO2-Belastung nicht richtig kalkuliert und daher in vielen Gebieten überschritten wurde.
Dass nun Dieselfahrzeuge mit einem Verbot konfrontiert werden, hätte auch durch anderweitige Maßnahmen, wie zusätzliche Fahrradwege, öffentliche Verkehrsmittel oder Verkehrsumleitungen aus diesem Grund nicht verhindert werden können.
Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, äußerte sich bei der Frankfurter Zeitung wie folgt zu den Vorkommnissen:
In den vergangenen Jahren hat die Anzahl der Diesel-Pkw stark zugenommen. Die von den Herstellern für diese Autos angegebenen geringeren Emissionen waren aber nur auf dem Prüfstand möglich, nicht im wirklichen Leben. Umweltpolitik muss aber im richtigen Leben wirken. Wenn die Zulassungen zunehmen und die Autos halten die angegebenen Werte nicht ein, dann geht die Rechnung nicht auf.“
Es liegt demnach nicht in der Macht der Städte, die Stickstoffdioxid-Belastung zu verringern. Vielmehr sieht Dedy die Automobilbranche in der Verantwortung, um das Problem der hohen Abgaswerte an der Wurzel zu packen.
Was bedeutet es für die Städte, dass Dieselfahrzeuge mit einem Verbot belegt werden können?
Bisher erhielten Dieselfahrzeuge bereits ein Verbot in gewissen Städten, weil sie die korrekte Abgasnorm nicht erfüllen. Weitere Verbote sind geplant. Dies könnte allerdings einige Probleme für die Städte mit sich bringen.:
- Einige Touristen und Arbeitnehmer von außerhalb werden von vornherein ausgeschlossen und können die Stadt nicht besuchen, geschweige denn dort arbeiten.
- Wertminderung von Dieselfahrzeugen, in einigen Regionen können sie dann nicht mehr verkauft werden.
- Existenznot vieler Betriebe (Taxiunternehmen, Paketzusteller, etc.), da sie ihren Fahrzeugbestand erneuern müssen (möglicherweise wird es hier jedoch Ausnahmeregelungen geben).
- Eine daraus resultierende eingeschränkte Versorgung der betroffenen Stadt. Sie wird dadurch abgewertet, was die Mietpreise ebenfalls beeinflussen kann.

Da sich das Diesel-Fahrverbot in Deutschland allerdings nur auf einzelne Straßenabschnitte beschränkt und nicht auf gesamte Städte, fürchten einige Kritiker, dass die Dieselfahrzeuge, die ein Verbot auferlegt bekommen haben, einfach auf andere Abschnitte ausweichen und sich das Problem so lediglich verlagert.
Dass bezüglich der Dieselfahrzeuge ein Verbot ausgesprochen werden soll bzw. bereits ausgesprochen wurde, hat demnach nicht nur Vorteile. Doch werden die Grenzwerte auch zukünftig nicht eingehalten, kann der Europäische Gerichtshof mehrere 100.000 Euro Strafe verhängen und zwar für jeden Tag, an dem die Werte nicht eingehalten werden.
Damit wird Deutschland sozusagen die Pistole auf die Brust gesetzt. Übrigens: Nicht nur Deutschland hat mit einer erhöhten NO2-Belastung zu kämpfen. Auch Frankreich versucht, dieses Problem anzugehen.
Die Maßnahmen dort bestehen zurzeit daraus, Kraftfahrzeuge an jedem ersten Sonntag des Monats zumindest auf der berühmten Champs Elysées zu verbieten. In Paris erwartet die Dieselfahrzeuge ebenfalls ein Verbot, um die Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen.
Ist mein Fahrzeug vom Diesel-Verbot in Städten betroffen?
Um herauszufinden, ob Ihr Kfz wie viele andere Dieselfahrzeuge mit dem Verbot im Zusammenhang steht, müssen Sie lediglich seine Abgasnorm überprüfen. Angaben dazu finden Sie in der Regel in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter Punkt 14.


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Also wirklich, ich habe leider in dem ganzen Text nicht einmal gelesen das der Autofahrer beachtet wird. Unsere Regierung hat es versemmelt weil sich kein Mensch drum gekümmert hat, dann die autobauer, die betrogen haben usw. Wer fragt denn mal mich wie ich mir nachdem ich mir vor kurzem nen Diesel gekauft, wegen weitem Arbeitsweg, wie ich mir von meinem Mindestlohn ein neues Auto kaufen soll, und zur Arbeit komme??? Ja klar. Keine sau. Die Konzerne machen damit noch mal extra Geld im großen Stil und ich muss hartz 4 Dank eurer scheisse. Danke für nichts ihr elenden geldgeier.
Hallo,
ich habe mir vor einem halben jahr einen 2009er VW Phaeton 3.0 tdi gekauft, da ich viel langstrecke fahre.
Darf ich ihn jetzt wieder verkaufen??? Kann mir keinen Neuwagen leisten; zumal er noch mehr als 10.000,- Euronen wert ist!!!!
Dieses Verbot ist dann für das ganze Jahr, oder nur an bestimmten Tagen wenn die AbgasBelastung in den Städten zu hoch ist (Sommer, Urlaubszeit)
Hallo Andreas,
ein generelles Dieselverbot gibt es in Deutschland noch nicht. Dass es solch ein Fahrverbot jedoch in Zukunft in einigen Städte geben wird, ist nicht auszuschließen.
Die Redaktion von bussgeldkatalog.org
Ich habe mir im vergangenen September zum ersten Mal einen Diesel gekauft, nachdem ich vorher immer auf Benziner gesetzt hatte. Meine Überlegung, da ich häufiger einen 3,5 Tonnen PKW-Kippanhänger fahren/ziehen muss, ich schaffe meinen V8-Ami Schlitten SUV (schweren Herzens!!) ab, den ich 20 Jahre in erster Hand gehalten habe und hole mir für diesen Teil einen Diesel – SUV mit Stern. Weniger Verbrauch, weniger Dreck, mehr für die Umwelt, also von über 25 Liter Super auf 9 Liter Diesel. Gute Sache, auch fürs Portemonnaies, obwohl ich Tränen in den Augen hatte. Euro 4, grüne Plakette, für einen Anhänger-zieher also alles OK. 9 Monate später, …ätsch bätsch, die Politik läßt sich durch ein privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen, nichts Andres ist die Deutsche Umwelthilfe, an der Nase rumführen und Millionen von nicht so zahlungskräftigen Autofahrern/Innen, die auf ihr KFZ angewiesen sind, wird der Boden unter den Füssen weggezogen. [Beitrag editiert] Mir reicht es, ich verklage jetzt Lybien. Algerien, Marokko, etc. wegen Saharastaub…
Ich habe 2010 einen Golf- Diesel gekauft, auf Finanzierung. Habe diesen über 7 1/2 Jahre brav und redlich abgezahlt. Jetzt ist er bezahlt und ich bin in Rente. Das war’s. Mit meiner kleinen Rente kann ich mir nie mehr ein Auto leisten. Traurig.
ich kauf mir ein Pferd und lasse das ordentlich in die Stadt scheißen
Es ist doch immer das selbe! Am Ende ist immer der “ Kleine“ Mann bzw. Frau dran! Ich selbst fahre einen 16 Jahre alten BMW Diesel. Er hat nur die Euro3 Norm und ist ne richtige Dreckschleuder. Ich könnte mir auch das gleiche Modell mit 4,4 Liter Hubraum als Benziner kaufen. Der Verbraucht dann mehr als das 3 Fache von meinem Diesel…..ist aber scheinbar gesünder…..wem bitte schön will man das denn verkaufen? Klar ist, das irgendwas getan werden muss, aber fangt bei den “ GROSSEN “ an. Und das geile ist ja…..die Öko´s, die am lautesten schreien, fahren alte Postbullis als Diesel mit der Euronorm -6, oder aber uralt LKW aus den 70ern umgebaut zum Zeckenwohnmobil. Demnächst wird auch der verzehr von Zwiebeln, Knoblauch etc verboten! Die durch den Körper entstehenden Gase sind umweltschädlich, und die Industrie ist noch nicht in der Lage einen geeigneten Filter zu entwickeln den man sich vor den “ allerwertesten“ hält.
Dieser ganze Mist ist mittlerweile unerträglich. Ich muss nachts um 3 Uhr zur Arbeit mit “ öffentlichen Verkehrsmitteln “ um diese Zeit nicht erreichbar, Arbeitsweg ca. 30 KM. Wenn ich meinen Diesel abschaffen muss….es bleibt ja dann nur noch der Weg zum Verwerter….lass ich das arbeiten einfach sein und hole mir mein Geld vom Staat und um die Umweltbelastungen in der Hamburger City muss ich mich dann auch nicht mehr kümmern……Geld zum “ Shopen“ ist dann eh nicht mehr da!
Herzlichen Glückwunsch liebe Regierung und EU
Wir (4köpfige Familie) wohnen in Stuttgart und haben uns vor kurzem für über 40.000€ ein VW Bus (Euro 6 plus) gekauft. Wir fahren maximal 2 mal im Monat durch die Innenstadt um von A nach B zu kommen. Wir sollen jetzt aus Stuttgart verbannt werden während die, die sich permanent im Kessel aufhalten (Taxifahrer, Lieferverkehr,Handweker, Polizei etc.) eine Sondergenehmigung erhalten weil es für diese Gruppe unzumutbar wäre sich ein anderes Fahrzeug zu beschaffen? Was ist mit uns? Woher sollen wir das Geld für ein neues Fahrzeug nehmen? Wer kauft mein Auto jetzt noch? Wer entscheidet ob es für uns zumutbar ist?
Da kann ich nur sagen: Auf die Barrikaden Freunde. In anderen Ländern brennen wegen viel weniger die Straßen. Wir Deutschen lassen uns viel zu viel gefallen. Ich für meinen Teil kann mir zum ersten Mal vorstellen auf die Straßen zu gehen. Und ich werde gehen!
Genau, wir sollten uns so etwas nicht mehr bieten lassen. Wir lassen uns immer mehr terrorisieren von einem unglaublichen Massenwust an Paragraphen. Für mich ist das kein Rechtsstaat mehr der durch Dieselfahrverbote das Recht zu Lasten der kleinen Leute verbiegt: Ausgerechnet in den USA werden die Verantwortlichen zu Recht mit hohen Haftstrafen „belohnt“. In Deutschland wird innerhalb kürzester Zeit ein umweltfreundliches Produkt zu einem zu einem gefährlichen Schadstoffprodukt erklärt und es drohen über 15 Millionen Fahrverbote. Was macht man deshalb: Man enteignet Massenhaft. Ich denke man kann die ca. 15 Millionen betroffenen Fahrzeughalter mindestens mal 3 rechnen, denn betroffen sind selbstverständlich auch Angehörige, Freunde, Pflegebedürftige die durch Diesel-Fahrzeughalter mit versorgt werden. Betroffen ist die Mehrheit der Bevölkerung. Es werden massenhaft Existenzen vernichtet: Schuld daran sind Betrüger und Politiker und Vereine die nun zur „Hexenjagd“ aufrufen. Und natürlich auch Gerichte die „Recht im Namen des Volkes sprechen“. Fragt sich nur für welchen Teil des Volkes. Ich sage es nicht gerne: Wir müssen auf die Barrikaden gehen um den Volksvertreten und Lobbyisten, den Korrupten und den Lügnern und Hexenjägern zu zeigen was Demokratie und Rechtsstaat ist. Ja und es müssen Millionen auf die Straße. Wir sind da leider auch viel zu träge. Und 2019 sind EU Wahlen. Zur Not gibt es auch den EU-Denkzettel wenn es zu Millionen Nutzungsenteignungen kommt. Was will die EU? Die sollte vor allem die Schrottreaktoren stilllegen die uns täglich um die Ohren fliegen können. Ich sage: Ich will kein Mittelalter, ich will deshalb auch keine willkürliche Hexenjagd. Ich will eine funktionierende Demokratie und einen Rechtsstaat der den Namen auch verdient. Die Realität sieht leider anders auch und ja dafür gibt es viele andere Beispiele, die hier jetzt allerdings nur vom Thema ablenken würden.
Weiß schon, falsche Plattform, trotzdem einfach ein paar Gedanken hierzu meinerseits – als Berufspendler: es handelt sich hier nicht um Vergnügungsfahrten, immer weitere Arbeitswege werden von den Arbeitgebern sowie auch vom Arbeitsamt vorausgesetzt – in meinem Fall zuletzt 70 km einfache Strecke – na? Wer macht mir mal 150 km pro Tag bei Wind und Wetter und Schneefall mit dem Fahrrad vor??? keine öffentlichen Verkehrsmittel weit und breit auf dem Land??? Umzug in die Nähe des Arbeitsplatzes? Klar … kostet ja fast nichts… macht man gerne, wenn man immer wieder seine auf ein Jahr befristeten Jobs und Zeitabeitsjobs wechseln darf und örtliche wie zeitliche Flexibilität gefordert ist… ist doch gar kein Problem oder??? Nebenbei noch eine Familie ernähren, da hat man freilich alle drei Jahre das nötige Kleingeld, sich schnell mal wieder ein neues kostengünstiges Auto zu kaufen, oder? Heimarbeit? Hm… geht doch nicht… lässt sich zu wenig überwachen, ob tatsächlich die Arbeit geleistet wird. Egal… jammern bringt nichts. Dennoch… gewünscht hätte ich mir einen nicht ganz so drastischen Übergang. Nicht so von „heute auf morgen“. Klar bin ich auch für saubere Luft. Doch ganz ehrlich komme ich mir ziemlich verschaukelt vor. Gehts hier wirklich „nur“ um die saubere Luft? So viele neue SUVs wurden in den letzten Jahren verkauft, hoher Dieselverbrauch – interessierte wohl niemanden…. bis jetzt… Hm… klar, die Nachfrage scheint jetzt erst mal gestillt zu sein, Elektrofahrzeuge sind momentan noch zu teuer und weiterhin in der Entwicklung… klar… ein neues Konzept muss her, den Leuten weiterhin das Geld / noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen… Klar verkaufen jetzt alle ihre relativ neuen Dieselfahrzeuge um schnell auf einen Benziner umzusteigen – kaum hat man den Benziner für ne Weile – kommt wohl die nächste Bedrohung, schleunigst auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen… alles natürlich immer der Umwelt und der Gesundheit zuliebe. Wie auch immer… alles hat seinen Preis und der ist manchmal sehr hoch, wie man sehr oft im Nachhinein bemerkt und an den Auswirkungen der entsprechenden Maßnahmen erfahren darf. Bin gespannt. Wie gesagt, ich bin absolut für eine umweltschonende Entwicklung… aber bitte mit etwas mehr Weitsicht und Verstand und Erarbeiten von sinnvollen Alternativen im Voraus wie leistungsstarkes Nahverkehrsnetz, Ringstraßen um die Städte ausbauen, Elektroautos weiter entwicklen, dafür die Benzinlade-Stationen flächendeckend einrichten, mehr Plattformen für Fahrgemeinschaften, Leihfahrräder, flexible Arbeitszeiten, Anreize für Arbeitgeber, bei der Bewerberauswahl auch den Arbeitsweg mit zu berücksichtigen, keine Ahnung was noch… bin kein Politiker und werde auch nicht dafür bezahlt… doch wünsche ich mir auch hier ein paar kreative Ideen und deren Umsetzung und nicht einfach so einen Hau-Ruck-Populismus zu Lasten von Berufspendlern, Lieferanten, Versandhäusern etc.
Ich sehe es so wie die meisten hier es sind vorgeschobene Lügen um den Bürger wieder ordentlich zur Kasse zu bitten schließlich sorgt die Plakette für die man zahlt auch nicht für nen geringeren Abgas Ausstoß !!!!!
Ich bin Selbständig und beschäftige in meiner kleinen Firma 3 Leute. Wenn das Dieselverbot kommt, habe ich keine andere Wahr als die Firma zu schließen. Einige meiner Maschinen gibt es nur mit Dieselmotoren, weil Benziner die nötige Leistung nicht erbringen. Meine Fahrzeuge sind „nur“ Euro 4 und neue kann ich mir nicht leisten. In meinem Umfeld stehen die meisten Kleinunternehmen vor dem gleichen Problem. In Ländlichen Bereichen arbeiten und die Städte meiden ist nicht möglich, da über 90% meiner Aufträge in den großen Städten im Rhein-Main-Gebiet liegen. Fazit: Viele Firmen werden schließen müssen und es wird Massen von Arbeitslosen geben.
Wie stellen die Politiker sich das vor? Elektro-LKW´s???? Da kann ich nur Lachen. Welche Akku´s sollen einen 40 Tonner über 800 Km am Tag bewegen. Viele schimpfen zwar eh über die LKW´s, ihre Lebensmittel, Kleidung und alles was man so braucht kann ja wohl nicht per Esel liefern. Ein neues Auto kann ich mir nicht leisten.
Machen wir alles zu, schmeißen die Mitarbeiter Raus und melden Harz 4 an. Ist das die Politische Lösung für den Umweltschutz? Oder die Emissionsverlagerung von der Straße auf die Kraftwerke?
In München darf man nur mit der grünen Plakete innerhalb des mittleren Rings fahren. Im Olympiastadion – innerhalb des Rings – wurde aber noch die Deutschen Tourenwagen Meisterschaft gefahren !!??! Noch Fragen ? Ich habe einen der letzten VW Touran 1,9 TD mit Euro 4 – Herbst 2009. Ich brauch ca 5,8 l Diesel. Der fährt sensationell ruhig, billig, zuverlässig. Sollte jemand glauben, dass ich das Auto mit jetzt gefahrenen 100.000 km verkaufe ? Nie im Leben. Die können sowieso nichts machen. Ich muß nicht nach München, es gibt hier auf dem Land schönere Städtchen wo ich alles bekomme. München hat es bis heute nicht geschafft, als eine der letzten Städt in Deutschland, eine komplette Umfahrung hinzukriegen. Da war die Lobby im Süden wohl zu groß. Somit fahren immer noch sehr viele Auswärtige mitten durch die Stadt. Und wir wären die Dummen. Also nicht aufregen, bringt nichts, wir werden nur von vorne bis hinten angelogen. Ich glaube, hier geht’s langfristig um etwas ganz anderes. In den Kommentaren wurden schon mehrere Möglichkeiten aufgeführt. Wir, der Fliegenschiß auf der Weltkarte sollen das Klima retten. Solange es Öl gibt, gibt es Verbrennungsmotoren, wetten ? Und ohne den Diesel geht es gar nicht. Wird jeder der sich in der Materie auskennt bestätigen. Kauft euch einen der jetzt günstigen Diesel, billiger werden sie nicht, oder doch ;-)
Jeder ärgert sich und redet viel . Die politiker werden gesetze herausbringen , verbote anordnen und werden abwarten was die bevölkerung macht. Solange die bevölkerung sich nur ärgert und viel redet und alles so einfach hinnimmt werde die politiker das machen was sie wollen . Man sollte auf die strassen gehen z.b. mit demos. Wir nehmen doch die gesetze so an wie sie kommen.
Zum Thema Fahrverbot für Dieselfahrzeuge,
Hier ist , wie schon erwähnt ein absoluter schnell Schuss abgegeben worden. für mich haben die sogenannten Diesel Gegner einen Gedankengang von der Tapete bis zur Wand. Denn welcher Zulieferer für egal welche Branche, kann es sich leisten, seine gesamte LKW Flotte auf die neue Euro 6 Norm umzurüsten, das kann sich keiner leisten.Wie sollen Baustoffe, fahre selber im Baustellenverkehr, oder Lebensmittel in die Märkte, oder zum Kunden kommen???? Für mich nur eine Geld Schneiderei. In einem Radiosender, wurde berichtet, das bei einem Test, in dem Dieselfahrzeuge und Benziner am Schadstoff Ausstoß getestet wurden, die Belastung eher geringer für Dieselfahrzeuge war wie für Benziner. Ich habe mir , auf Grund meiner Fahrstrecke einen Diesel zugelegt und ich spare, gegenüber einem Benziner, den musste ich wöchentlich Tanken und den Diesel aller 14 Tage , bei gleichem Tankinhalt und einer konstanten Geschwindigkeit ( 80% Autobahn, bei 120 km/h). Also, auch für mich steht außer Frage, der Diesel ist nur der Sündenbock, der der auf Grund von Schummel Software, einiger Geldgieriger Autofirmen in den Focus rückt. Scheiße, sollen die bestraft werden und das nicht nur mit WEHE, WEHE, sondern richtig hart,denn immerhin haben diese sich eine Goldene Nase verdient die von der ganzen Sache gewusst und abgenickt haben.
Ich behalte meinen Diesel.
Wieso wird sich eig nicht drum gekümmert das mehr grün in den Städten wächst oder eingepflanzt wird, anstatt alles abzureißen und Platz für Wohnungen oder sonst was gemacht wird. Wenn das so weiter geht wird die Euro 6 Plakette auch nichts bringen nach einiger Zeit.
Wie soll man sich überhaupt einen Euro 6 Diesel leisten ? Oder dementsprechend einen Benziner die von 1000€-3000€ oder sogar höher gestiegen sind ?
Kann ja sein das dass nur in manchen stellen durchgeführt wird aber es wurde vor kurzen die Umweltzone mit Euro 4 eingeführt und trz nichts besser geworden..
Ich habe vor paar Tagen meinen Benziner verkauft. Nun die überlegung ein Diesel Fahrzeug zu kaufen. Das heißt für mich, ich muss nur streng danach rausfiltern dass dieses Fahrzeug die Schadstoffklasse Euro 6 hat. Kann man damit rechnen, dass auch diese Fahrzeuge in den nächsten Jahren ein Fahrverbot bekommen?
achtung bei euro 6, muss euro 6 d-TEMP sein, momentan beste klassifizierung!
Hallo Fz,
ein solches Verbot wird von einigen Stellen angedacht. Ob es tatsächlich dazu kommen wird, können wir allerdings nicht beantworten.
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