Alarmierende Statistik: Durchfallquote bei der Fahrprüfung erneut gestiegen
Veröffentlichungsdatum: 4. März 2025
Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Immer mehr Menschen fallen bei der theoretischen und praktischen Fahrprüfung durch. Das zeigen neue Zahlen, die vom TÜV-Verband veröffentlicht wurden. Besonders hoch ist die Durchfallquote der theoretischen Fahrprüfung. Sie liegt über alle Führerscheinklassen hinweg bei 41 Prozent.

Übersicht: Durchfallquote bei der Fahrprüfung in den Bundesländern
Der nachfolgenden Tabelle können Sie die Durchfallquoten in Praxis und Theorie der einzelnen Bundesländer aus dem Jahr 2024 entnehmen:
| Bundesland | Durchfallquote Theorie in Prozent | Durchfallquote Praxis in Prozent |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 44 | 29 |
| Bayern | 41 | 27 |
| Berlin | 48 | 39 |
| Brandenburg | 45 | 35 |
| Bremen | 41 | 33 |
| Hamburg | 34 | 44 |
| Hessen | 37 | 28 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 45 | 34 |
| Niedersachsen | 39 | 30 |
| Nordrhein-Westfalen | 41 | 29 |
| Rheinland-Pfalz | 43 | 27 |
| Saarland | 42 | 37 |
| Sachsen | 40 | 32 |
| Sachsen-Anhalt | 46 | 36 |
| Schleswig-Holstein | 35 | 26 |
| Thüringen | 45 | 35 |
| Gesamt | 41 | 30 |
Wie hoch liegt die Durchfallquote bei der Fahrprüfung?
Der Weg zum Führerschein führt in Deutschland unweigerlich über den Besuch einer Fahrschule. Nach aktuellen Schätzungen kostet die Führerscheinausbildung je nach Region und dem individuellen Können des Fahrschülers zwischen 2.500 und 3.500 Euro.
Die Kosten steigen unweigerlich, wenn der Führerscheinbewerber die Praxis- oder Theorieprüfung nicht besteht. Neue Zahlen, die von Statista veröffentlicht wurden, bestätigen nun: Die Durchfallquote bei der Fahrprüfung, egal ob in Praxis oder Theorie, steigt in den letzten Jahren kontinuierlich an.
So liegt die Durchfallquote für die Theorieprüfung in allen Führerscheinklassen im Jahr 2024 gesamt bei 41 Prozent. Auch bei der praktischen Fahrprüfung sieht es nicht viel besser aus. Hier liegt die Durchfallquote bei 30 Prozent.
Wie oft können Sie die theoretische und praktische Fahrprüfung wiederholen?
In die Statistik der hohen Durchfallquote bei der Fahrprüfung fließen auch Führerscheinbewerber ein, welche die Prüfung erneut ablegen. In Deutschland können die einzelnen Prüfungen nämlich so oft wie es nötig ist, angetreten werden. Allerdings wird bei jedem Versuch erneut eine Prüfungsgebühr erhoben.
Warum ist die Durchfallquote bei der Fahrprüfung so hoch?
Nun drängt sich natürlich unweigerlich die Frage auf, warum die Durchfallquote bei der Fahrprüfung in Praxis und Theorie tendenziell in den letzten Jahren angestiegen ist. Ein Erklärungsansatz, den Experten in der Presse immer wieder Bemühen, ist die höhere Anzahl der nicht-deutschsprachigen Teilnehmer an der Theorieprüfung.
Daher hätten diese es bei der Theorieprüfung schwerer, was unweigerlich zu einer höheren Durchfallquote bei der Fahrprüfung führe. Da diese allerdings in vielen Sprachen verfügbar ist, sollte dieses Argument mit Vorsicht genossen werden.
In der Praxis führt das zunehmende Verkehrsaufkommen außerdem dazu, dass immer mehr Fehlerquellen entstehen und der Fahrlehrer beispielsweise in brenzligen Situationen eingreifen muss.

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Kann mich da Dietrich nur anschließen, bin auch heute durchgefallen weil ich einen Bordstein für ne Millisekunde geticht habe…musste direkt anhalten & 2 Wochen Prüfungssperre. Theorie mit 0 Fehlern und dann komplett Praxis neu bezahlen mit Azubi Gehalt weil ich einen Bordstein geticht habe, einfach geldgeile überreaktion. TÜV sollte mal entspanntere (NORMALE) Menschen einstellen. So eine Reaktion ist doch mehr als nur bodenlos.
Du hast das Fahrzeug nicht unter Kontrolle. Stell dir vor das wäre ein Mensch gewesen. Deine Reaktion ist einfach nur Bodenlos.
Ich habe meinen Führerschein selbst zusammengespart und hab auch interesse am Autofahren. Die Theorie bestand ich mit 0 Fehlern. Heute fiel ich durch die Praxis, da ich an einem Bus auf der anderen Seite, nach einer Kreuzung nicht in Schrittgeschwindigkeit vorbeifuhr. Die Warnblinkanlage wurde aber erst eingeschaltet, als ich auf Höhe des Busses war (so konnten es nur der Prüfer sehen). Außerdem fuhren bei mir 2 Prüfer mit, da das eine, einer zum anlernen war. In meinen Augen ist das Abzocke, da ich ja schon neben, fast hinter dem Bus war und den Warnblinker nurnoch im Rückspiegel sah.
Ich kann den anderen nicht zustimmen. Die Prüfungen werden nicht schwerer und ein Schüler, der ja meistens Prüfling ist, hat nicht den Streß der rechtfertigen würde nicht zu bestehen. Selbst während des Abiturs kann man mit ein oder zwei Doppelstunden in der Woche problemlos und Stressfrei ans Ziel gelangen. Das Problem liegt mMn eher in dem stetig fehlenden Interesse an „Maschinen“. Wie groß ist der Prozentsatz der heutigen 17jährigen Jugendlichen, die abends an einen Roller oder Auto rumschrauben im Vergleich zu 1975? In meinem vierstündigen Physikkurs wussten 2 Personen wo die Zündkerze auf einer Abbildung eines Zylinders war. Nur einer war halbwegs in der Lage einen Viertaktmotor zu erklären. Das war 2017. Laut Angaben meines Vaters, wussten alle Jungen und einige Mädchen damals wie das funktioniert. Natürlich ist das kein Beweis aber es zeigt doch eine deutliche Tendenz.
Und wie kann der Tüv bei den Theorie-Prüfungen das Ergebnis beeinflussen? Da fallen immer noch mehr durch als in der Praxis…
Ich bin mit Andrea Meinung einverstanden, ich bin schon zum 3. mal durchgefallen, wie kann man auf alles Konzentrieren wenn unter dem Stress sind die Prüflinge von Prüfer ? TÜV ist sehr reiche Institut im meinem Augen.
Die Durchfallquote ist aber nicht besonders repräsentativ, da die meisten Leute die durchfallen in der ersten Prüfung durchfallen und sich bei jeder weiteren mehr bemühen. So könnte es sein, dass die 28,1% dadurch zustandekommen, dass bei der Ersten 50% durchfallen, in der Zweiten nur noch 25% usw.
In meinen Augen ist es Abzocke des TÜV, die Jugendlichen so oft durchfallen zu lassen, gibt schließlich gut Geld durch die erneuten Prüfungsgebühren!
Sehr geehrte Andrea
Nur zu deiner Information, der Tüv Mitarbeiter der die Theorieprüfung begleitet hat überhaupt keinen Einfluss auf die Prüfung. Dieser Mitarbeiter kontrolliert lediglich den Personalausweis und gibt in einem Programm den Sitzplatz und die Fahrerlaubnisklasse ein. Alles andere macht das Programm allein (Auswahl der Fragen).