PS-Grenze für Fahranfänger? Bundesratsinitiative geplant
Veröffentlichungsdatum: 25. Mai 2021
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Illegale Autorennen stellen in Berlin ein immer größeres Problem dar: Allein im Jahr 2020 wurden laut Angaben von Andreas Winkelmann, Leiter der Abteilung zur Verfolgung von Rennen dieser Art, 871 Strafverfahren dazu geführt. Die Fahrer gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. So starb etwa im Februar 2016 ein unbeteiligter Rentner, als sein Fahrzeug von einem Sportwagen gerammt wurde. Der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt möchte nun eine Bundesratsinitiative starten. Ziel ist es, eine PS-Grenze für Fahranfänger einzuführen, um so illegale Autorennen zu verhindern.
Vorschlag: Nur noch 200 PS für junge Fahrer
Der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt möchte härter gegen illegale Autorennen und die Gefahren, die von ihnen ausgehen, vorgehen. Er plant, sich zunächst mit anderen Bundesländern abzusprechen und dann im Juni im Rahmen der Bundesratssitzung eine spezielle Initiative einzubringen.
Diese soll eine PS-Grenze für Fahranfänger vorsehen. Sie könnte wie folgt ausgestaltet werden: Personen dürfen innerhalb der ersten drei bis fünf Jahre nach Erwerb des Führerscheins nur Fahrzeuge mieten, die über weniger als 200 bis 250 PS verfügen.
Laut Andreas Winkelmann sind die Teilnehmer an solchen verbotenen Rennen überwiegend junge Männer im Alter zwischen 21 und 25 Jahren. Sie würden also in die Gruppe derer fallen, für welche die PS-Beschränkung gelten würde.
Illegale Autorennen sind seit 2017 Straftaten – Diese Strafen drohen!
Wurden illegale Autorennen lange Zeit als Ordnungswidrigkeiten gewertet, so kam es im Oktober 2017 zu einer wichtigen Änderung. Seit der Einführung des § 315d des Strafgesetzbuches (StGB) gelten Rennen dieser Art als Straftat. Bestraft werden können nicht nur Teilnehmer, sondern auch Veranstalter. Die folgende Tabelle zeigt, mit welchen Strafen Raser rechnen müssen:
| Beschreibung | Punkte | Konsequenz |
|---|---|---|
| Sie veranstalteten oder nahmen als Kraftfahrer an einem verbotenen Autorennen teil. | 3 | Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren oder Geldstrafe; Fahrerlaubnisentzug |
| ...mit Gefährdung | 3 | Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe; Fahrerlaubnisentzug |
| ...mit Personenschaden | 3 | Freiheitsstrafe von 1 bis zu 10 Jahren; in minder schweren Fällen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren; Fahrerlaubnisentzug |

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Ich befürworte eine PS Beschränkung für Fahranfänger. Allerdings bin ich der Meinung, dass 200 PS noch viel zu viel sind. Meiner Meinung nach sind selbst 100 PS mehr als ausreichend. Egal ob eigenes Auto oder Mietwagen. Ich erinnere an den Stufenführerschein für Motorradfahrer. Ich glaube das war in der Zeit um 1986 rum. Die ersten zwei Jahre Fahrpraxis nachweisen mit maximal 34 PS und dann den großen Führerschein machen. Sicherlich hatten sich damals viel Fahranfänger beschwert. Vor allem weil das ganze die Kosten in die Höhe getrieben hat. Aber damals sind die Unfallzahlen unter Motorradfahrer erheblich gesunken. Für PKW könnte aus meiner Sicht das selbe Prinzip auch heute gut funktionieren.
Wenn man schon eine Leistungsgrenze einführt dann doch bitte PS/KG und umgehbar mit Fahrsicherheitstraining. Viele fahren oder übernehmen die Autos von ihren Eltern und das ist dann meistens nicht mehr möglich. Und eine feste PS Grenze ost unsinnig da man dann beispielsweise nicht mal mehr alleine Umziehen könnte da eig alle Transporter relativ viel Leistung haben um die Masse anzutreiben.
Das ist ja alles schön und gut mit der PS-Grenze, aber ich habe diese Meldung ehrlich gesagt für einen Scherz gehalten, weil es darin heißt, dass Fahranfänger „nur“ noch mit 200 bis 250PS unterwegs sein dürfen.
Das ist schon eine ganze Menge und immer doch deutlich zu viel für Leute ohne jegliche Fahrpraxis.
Man sollte die Grenze daher deutlich niedriger ansetzen, aber v.a. sollte man auch das Fahrzeuggewicht nicht unberücksichtigt lassen.
Denn 200PS bei einem großen und schweren SUV sind was anderes als bei einem leichten Kleinwagen.
Insofern halte ich auch von der reinen PS-Grenze nicht viel, denn das zugehörige Fahrzeuggewicht spielt dabei auch eine große Rolle.
Wenn man nämlich eine starre Grenze von beispielsweise 100PS einführen sollte, dann dürften Fahranfänger z.B. keinen Transporter mieten (etwa für einen Umzug), da diese meist mehr als 100PS haben, aber dafür auch über 2 Tonnen schwer sind und daher gewiss nichts zum Rasen sind.
Ein Motorrad hingegen mit 100PS ist schon eine ziemliche Rakete.
Mein Vorschlag daher:
Keine feste PS-Grenze, sondern eine Begrenzung des Leistungsgewichts (kg pro PS) für Fahranfänger!